The Thornblood Legacy – Das Erwachen der Blüte
Liebe Leserinnen und Leser,
derzeit arbeite ich an einer neuen Geschichte.
Eigentlich arbeite ich schon länger daran – seit mindestens sechs Monaten, wahrscheinlich sogar noch länger. Nicht, weil es mir an Ideen fehlt, sondern weil das Schreiben neben einem neuen Vollzeitjob Zeit braucht. Zeit, die man sich manchmal mühsam zurückholen muss.
Trotzdem möchte ich euch heute erzählen, worum es in dieser Geschichte geht.
Schon sehr früh stand für mich fest, dass es Dark Fantasy werden soll. Eine Geschichte, in der es nicht um klare Grenzen zwischen Gut und Böse geht, sondern um Grauzonen, Abhängigkeiten und Entscheidungen, die einen Preis haben. Im Kern ist es ein Beziehungsdreieck: zwei Männer, eine Frau. Ein magisches Wesen und ein Mensch. Keine einfache Konstellation, keine saubere Lösung.
Der Ursprung der Idee reicht weit zurück. Schon als Kind habe ich mich gefragt, was wäre, wenn Dornröschen nie das eigentliche Ziel des Fluchs gewesen wäre. Was, wenn der Fluch ursprünglich ihrer Mutter galt – und sie ihn nur geerbt hat. Nicht durch Schuld, sondern durch Blut. Durch Gene. Durch das, was sie in sich trägt.

Diese Prinzessin ist kein harmloses Mädchen, zumindest nicht im eigentlichen Sinne. Sie ist freundlich, bemüht, geliebt zu werden – und doch trägt sie etwas Dunkles in sich. Etwas, das nicht gelernt wurde, sondern immer da war.
In meiner Geschichte wacht sie nicht nach Jahrhunderten auf. Der Fluch sollte früher gebrochen werden – nach fünfundsiebzig Jahren. Doch etwas läuft anders. Ihr Körper schläft, aber sie selbst nicht. Während das gesamte Schloss in einem tiefen Schlaf versunken ist, wandert sie durch die Gänge. Wach. Bewusst. Allein.
Der Fluch ist dabei kein bloßer Effekt, keine anonyme Macht. Er verbirgt eine Person. Einen Mann ohne Körper, der existiert, obwohl er eigentlich nicht existieren dürfte. Er ist seit ihrer Geburt bei ihr. Beobachtend. Bindend. Nicht rettend.
Es gibt einen Prinzen, dem sie nie gehören sollte.
Einen Piraten, der sie entführen und töten sollte – und stattdessen zu etwas ganz anderem wird.
Und eine Hexe, die nicht böse ist, sondern liebt. Vielleicht zu sehr.
Diese Geschichte handelt nicht von Erlösung, sondern von Bindung.
Nicht von Märchen, sondern von dem, was bleibt, wenn ein Märchen nicht funktioniert.
Und genau daran schreibe ich gerade.